Der andere Weg!

Und der Herr sprach: Ist es recht, dass du zornig bist?
Jona 4,4

»Hallo Herr Koenig, können Sie dies und das noch erledigen? Und was ich noch eben mitteilen wollte, Sie werden sich in 14 Tagen eine neue Stelle suchen müssen, ich werde dann den Betrieb schließen«, mein Chef legt auf, und ich höre nur noch ein »Tut tut«. Ich bin etwas geschockt. Das ist ja eine schöne Bescherung – so einige Tage vor Weihnachten ist man mit seinen Gedanken bei ganz anderen Dingen. Klar, ich arbeite nicht in einem Traumjob und bete schon lange um eine andere Stelle. Doch so habe ich mir die Sache nicht vorgestellt. Gott, hast du da nicht einen Fehler gemacht?

So ähnlich muss sich auch Jona gefühlt haben, von dem uns in der Bibel berichtet wird. Er hatte nach einigen Umwegen doch noch Gottes Auftrag ausgeführt und der Stadt Ninive wie befohlen mitgeteilt, dass Gott sie wegen ihres gottlosen Verhaltens vernichten will. Nachdem die Menschen dort informiert sind, sitzt er auf einem Hügel außerhalb der Stadt und wartet auf das Schauspiel, dass die Stadt vernichtet wird. Doch die Menschen beten zu Gott und bitten ihn um Vergebung. So sieht Gott vom Gericht ab. Jona ist sauer. Er hatte wohl gehofft, dieser gefährliche Feind Israeils würde auf diese Weise ausgeschaltet werden! So hätte er sich den Stress doch sparen können. Gott hilft Jona aber, seinen Willen zu verstehen. Häufig sind uns die Wege, die Gott uns führen will, völlig unerklärlich und wir halten sie für falsch.

Beten wir zu Gott um Geduld, und urteilen wir nicht vorschnell. Gott ist größer als wir und weiß viele Dinge, die wir nicht einmal erahnen. Er kennt bereits den Ausgang, bevor wir das Problem überhaupt erkannt haben. Vertrauen wir uns doch seiner Weisheit an!

Volker Koenig

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